++AUFRUF++ Mahnwache, Montag, 17 Uhr Am Rathausmarkt

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Mehr als 130 Menschen haben in dieser Woche bei einem Seenotfall im Mittelmeer ihr Leben verloren. Dies war kein Unfall!
Sowohl europäische als auch libysche Behörden wussten über den Notfall Bescheid, es wurde trotzdem keine Rettung eingeleitet. Es war politisch gewolltes Sterbenlassen der EU. They let them drown.

Wir halten eine Mahnwache gegen die tödliche, europäische Abschottungspolitik. Tragt eure Wut und Trauer mit uns auf die Straße:
Am Montag, den 26.04.21 um 17 Uhr am Rathausmarkt!

#theyletthemdrown #weletthemdrown

Theaterstück: Die Falle

Theaterstück: Die Falle

Zoom-Link zur Veranstaltung: https://leuphana.zoom.us/j/98345310052? 

 

#momobleibt - Menschenrechtswidrige Abschiebung stoppen!

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Bitte nehmt euch einen Moment und unterschreibt die Petition (chng.it/QyxwDBMk2t), um gemeinsam die Abschiebung von Momo, einem Bandmitglied von den Rapfugees, zu verhindern! 

Ostermarsch 2021 in Lüneburg

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hiermit rufen wir euch zum diesjährigen Ostermarsch 2021 in Lüneburg auf!

Kundgebung im Clamart-Park
Samstag der 03. April um 11 Uhr
Friedensstraße 1, 21335 Lüneburg


Vor genau 61 Jahren wurde in der Bundesrepublik der erste Ostermarsch begangen. Ziel der pazifistischen Bewegung war, die atomare Bewaffnung Deutschlands zu verhindern. In einer Zeit der Hochrüstung innerhalb des Kalten Krieges demonstrierten tausende gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands und für eine gewaltfreie Lösung von Konflikten. Der Kalte Krieg ist seit über 30 Jahren vorbei, Deutschland ist keine Atommacht und eine nukleare Eskalation konnte verhindert werden.

Dennoch sind in Deutschland Atomwaffen stationiert, Waffen werden im Interesse der Nato und der kriegsinteressieren Mächte in der EU und anderen Weltteilen in großen Mengen in Krisengebiete geliefert, um Stellvertreter- und Ressourcenkriege zu führen. Es muss Schluss sein mit Waffenexporten von europäischem Gebiet – auch Kleinwaffen. Landminen, chemische Kampfstoffe und alle anderen Waffen fördern Leid, Armut und Entmenschlichung. Insbesondere Waffenlieferungen in Länder wie die Türkei, welche Kriege gegen die Bevölkerung und ihre Nachbarn führt, müssen aufhören. Deshalb rufen wir mit der europaweiten Friedensbewegung, als Gewerkschaften, Studierendenschaften, Verbände, Parteien und Initiativen dazu auf, gemeinsam für Frieden auf die Straße zu gehen.

Internationaler Tag gegen Rassismus 21.03.21

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Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus möchten wir als Seebrücke Lüneburg zur rassistischen EU-Migrationspolitik an den EU-Außengrenzen aber auch innerhalb dieser Stellung beziehen:

Am 14. März 2021 hat die griechische Küstenwache in einem illegalen Massen-pushback bis zu 100 Menschen auf der Flucht in die Türkei zurückgedrängt. Seit 2014 sind bereits über 20 000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, Tausende werden in den Elendslagern an den EU-Grenzen festgehalten, andere müssen sich vor Behörden in Wäldern und Bergen verstecken, die Kanarischen Inseln haben sich im letzten Jahr zum Migrationshotspot entwickelt und der rechtspolitische Druck steigt europaweit.

Strukturelle Gewalt passiert. Jeden Tag. Und sie zeigt sich in den verschiedensten Facetten. Strukturelle sowie körperliche Gewalt durch europäische Staaten gegen flüchtende Menschen passieren. Jeden Tag. Die in den EUropäischen Gesellschaften grundlegend verankerten Rassismen manifestieren sich tag-täglich in der EUropäischen Migrationspolitik der Abschottung. Es ist eine Politik des generellen Misstrauens, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe unter Generalverdacht stellt und willkürliche Konsequenzen aus diesen Bewertungen zieht. Erst kürzlich veranschaulichte die Verurteilung zwei junger Männer in einem höchst fragwürdigen Gerichtsprozess die Willkür der Justiz (http://legalcentrelesvos.org/.../justice-for-the-moria-6/...).

Es ist eine traurige Erkenntnis, doch die systematische Abschottungspolitik der Europäischen Union ist ein von Grund auf rassistisches System. Anhand äußerer Merkmale wird über eine Rettung entschieden, werden Polizeikontrollen durchgeführt und (Gerichts)urteile gefällt. An den EU-Außengrenzen ereignen sich täglich dramatische Todesfälle, schutzsuchende Menschen werden in gewaltsamen push-backs in ein Land zurückgedrängt, das sie verlassen wollten, Menschen werden gezwungen in den unwürdigsten Lagern zu leben, viele müssen in EUropa tag-täglich um ihre Abschiebung in untragbare Lebensbedingungen fürchten und regelmäßig werden Menschen tatsächlich abgeschoben.

Die EU bricht damit Völkerrecht, sie bricht Menschenrechte und sie handelt gegen jegliche Menschenverständnis. Um so zu handeln braucht es System und den Willen die Augen zu verschließen. Dieses System von Machthierarchien, von struktureller Gewalt und den ihr zugrundeliegenden Rassismen ist keine spontane Erscheinung dieser Zeit. Vielmehr sind sie historisch gewachsen und werden in den patriarchalen und kapitalistischen Weltordnungen unserer Zeit fortgeschrieben. Sie sind in einem Kontext der (post)Kolonialität zu betrachten. Im Kolonialismus verankerte Macht-Asymmetrien leben heute im Alltäglichen, im Politischen und im Wirtschaftlichen weiter und werden von der menschenverachtenden Migrationspolitik EUropas und ihrem Grenzregime verkörpert. Ihre Abschottungspolitik muss als systematische, rassistische Kategorisierung und Degradierung von Menschen erkannt und benannt werden.

Auch wenn sich niemand von diesen subtilen Strukturen befreien kann, ist es unabdingbar sich um eine gleichberechtigte, menschenwürdige Gesellschaft zu bemühen, die sich an Recht und Gesetz hält. Das fängt damit, an die eigenen Denkmuster und Weltbilder zu hinterfragen, die Stärke von Diversität zu erkennen, irrationale Ängste abzubauen, statt sie zu schüren, in den Austausch über diese Probleme zu gehen und (zivilgesellschaftliche) Initiativen und Zusammenschlüsse zu unterstützen.

Weitere Veranstaltungen der #LüneburgerWochengegenRassismus findet ihr hier: https://www.leuphana.de/.../Meldungen/LWgR_A4-Flyer_Web.pdf

#Blacklivesmatter #rassismustötet #lüneburgerwochengegenrassismus #gemeinsamgegenrassismus

 

Globaler Klimastreik am 19.03.21 

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Am Freitag war globaler Klimastreik! Auch wir waren gemeinsam mit vielen Anderen auf Lüneburgs Straßen, um für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu demonstrieren! 📣

Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. Tendenziell sind diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, am stärksten von Klimawandelfolgen betroffen.

Außerdem wird die Zahl der Menschen, die ihre Heimat aufgrund der Folgen der Klimakrise verlassen müssen weltweit zunehmen. Umso wichtiger ist es für Klimagerechtigkeit und eine Gesellschaft zu kämpfen die solidarisch mit Menschen auf der Flucht umgeht. ✊

#climatejusticenow #climatestrike #allefürsklima #actnow #allefür1komma5

 

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#FreeMoria6!

In einem willkürlichen Gerichtsprozess wurden zwei junge Männer letzte Woche von einem griechischen Gericht zu fünf Jahren Haft wegen Brandstiftung verurteilt. Gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten werden sie beschuldigt, das Feuer gelegt zu haben, das im September 2020 zum Abbrennen des alten Moria-Camps führte. Das Urteil ist ein Skandal und der Prozess eines Rechtsstaats nicht würdig.

Der Fall zeigt deutlich, wie die Justiz aktiv internationales und europäisches Recht ignoriert, um Migrant*innen zu kriminalisieren. Der Prozess war von verschiedenen juristischen Einschüchterungsmethoden gezeichnet: Die Polizeipräsenz war konstant hoch, den Angeklagten wurde das Recht aberkannt, ihre Anwält*innen frei zu wählen und auch die Möglichkeit verwehrt, Zeug*innen ins Kreuzverhör zu nehmen. All dies legt die Logik eines Prozesses offen, in dem die Angeklagten nie als gleichberechtigte Individuen betrachtet wurden.

Wer migrantischen Protest gegen untragbare Lagerbedingungen als reine Straftat behandelt, ignoriert dadurch aktiv die Zustände und Realitäten aller Bewohner*innen der Camps. Dabei sind die wahren Verantwortlichen des Brandes die griechischen und europäischen Politiker*innen, die die Existenz von entmenschlichenden Lagern überhaupt erst möglich machen.

Ob im griechischen Gerichtswesen oder deutsche Asylverfahren sind: ein System kann nicht behaupten, Gleichberechtigung zu garantieren, wenn es gleichzeitig Migrant*innen diskriminiert, kriminalisiert und dadurch ihr Leben und ihre Sicherheit bedroht.

Wir fordern: Freiheit für die #Moria6! Evakuiert alle Camps!
#LeaveNoOneBehind
Mehr Infos und Updates zum Prozess findet ihr beim Legal Centre Lesvos: http://legalcentrelesvos.org/.../09/justice-for-the-moria-6/ 

 

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Der Kreistag hat sich mit großer Mehrheit solidarisch mit den Anforderungen an einen Sicheren Hafen erklärt.* Geflüchteten und in Seenot Geratenen soll demnach Obdach und Hilfe gewährt werden, zusätzlich zur bestehenden Verteilungsquote für Asylsuchende. Auch möchte man sich gegen die Kriminalisierung ziviler Seenotrettung und für die Schließung der Elendslager an den EU-Außengrenzen einsetzen.

Wir sind sehr glücklich über diese Entwicklungen! Weiter geht's! ✊✊🧡🧡

*Die Stadt Lüneburg ist allerdings noch kein Sicherer Hafen, da viele unserer Forderungen im Stadtrat noch nicht angenommen wurden.

Stellungnahme der Seebrücke Lüneburg 

Seebrücke

Am Donnerstag, den 04. Februar 2021, hat der Stadtrat Lüneburg den Antrag “Lüneburg zum Sicheren Hafen” beraten. Der Antrag ist in den letzten Jahren mehrmals gestellt und abgelehnt worden. Im September 2020 wurde er zum wiederholten Male eingereicht. Dieser Antrag wurde seitens der Ratsmitglieder, trotz der Dringlichkeit, viermal vertagt.

Am 04. Februar wurde nicht der ursprüngliche Antrag zum Sicheren Hafen angenommen, sondern ein gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktionen SPD, CDU und FDP, inklusive des hart erkämpften Zusatzes, Geflüchtete über den Verteilungsschlüssel hinaus aufzunehmen. Damit geht der Stadtrat Lüneburg einen(!) Schritt in die richtige Richtung. Dennoch unterscheidet sich der Änderungsantrag in wesentlichen Punkten von dem ursprünglichen Antrag, der von den Fraktionen Bündnis90/Die Grünen und Die Linke im Sinne der Seebrücke Lüneburg gestellt wurde und unterstützt wird.
Uns fehlen im angenommenen Antrag unter anderem folgende Punkte:

- aktiver Einsatz für staatliche Seenotrettungsmissionen und gegen Kriminalisierung ziviler Seenotrettung sofern erstere nicht gegeben ist

- Vernetzung mit anderen Sicheren Häfen, um sich aktiv für neue und stärkere Programme zur legalen Aufnahme Geflüchteter und gegen die bisherige EU-Abschottungspolitik stark zu machen

- Bleibeperspektiven für Geflüchtete in Lüneburg zu schaffen, die nicht allein eine menschliche Versorgung, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe der Ankommenden gewährleistet und sich als Solidarische Stadt für alle Menschen gegen Abschiebungen einsetzt

- Transparenz: Veröffentlichung der entsprechenden Handlungen

Da der Stadtrat mit dem Beschluss, Geflüchtete über den Verteilungsschlüssel hinaus aufzunehmen, formell nur einen einzigen wichtigen Aspekt des Forderungskatalogs der Seebrücke in seine Lokalpolitik aufgenommen hat, kann man die Stadt Lüneburg weiterhin nicht als Sicheren Hafen betrachten.

Wir fragen den Stadtrat: Was spricht gegen eine humane und solidarische Migrations- und Asylpolitik? Dort, wo die Bundespolitik ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, muss die kommunale Politik tätig werden. Reine Lippenbekenntnisse reichen nicht aus.


Wir werden also weiter laut sein, Wege der Vernetzung suchen und mit den Fraktionen in Verhandlung gehen.

 

 

Hanau - Erinnern

Ein Jahr nach Hanau: kein Vergeben, kein Vergessen – gemeinsam gegen Rassismus!

Ein Jahr nach dem Terroranschlag rufen wir auch in Lüneburg zum Gedenken auf: Am Freitag, den 19.02.21, von 16 bis 18 Uhr auf dem Marktplatz.
Gemeinsam gegen die Angst. Erinnern heißt Verändern.

Material zum Ausdrucken, die Vorlage für das Layout und weitere Infos zum Anschlag sowie Unterstützungsmöglichkeiten findet ihr hier

Bitte denkt an eine Maske. Wir werden FFP2-Masken gegen Spende bereitstellen. Haltet Abstand. Bringt gerne ein Glas mit einem Teelicht oder eine andere Art von Kerze mit.
Kurzfristige, z.B. wetterbedingte Änderungen werden in der Facebookveranstaltung bekannt gegeben.

 

 

Stellungnahme

 

In der Lüneburger Stadtratssitzung vom 04. Februar 2021 äußerte sich Oberbürgermeister Ulrich Mägde rassistisch, indem er pauschal Geflüchtete als "Sicherheitsproblem" und als Ursache rechter Terroranschläge darstellte und den Vorfall in Hanau in diesem Zusammenhang als Beispiel nannte.[1] Derartige Äußerungen sind gerade im Hinblick auf den nahenden Gedenktag des Anschlags in Hanau vom 19.02.2020 besonders schwerwiegend. Wir als Seebrücke Lüneburg stellen uns entschieden dagegen.

Wir haben die sehr späte öffentliche Stellungnahme des Oberbürgermeisters in der LZ von heute, in der er sich für die in der Stadtratssitzung getätigte Äußerung bezüglich Hanau entschuldigt, zur Kenntnis genommen. Unabhängig von seiner Intention und von seinem Engagement gegen Rechts, können einzelne Äußerungen trotzdem Rassismen reproduzieren. Wir möchten darauf hinweisen, dass Rassismus ein strukturelles und gesamtgesellschaftliches Problem ist, wir also alle rassistisch sozialisiert sind.[2] Von einem Oberbürgermeister ist aber zu erwarten, dass er seine Äußerungen vorher gut durchdenkt und Vorwürfe im Nachhinein ernst nimmt und sein Handeln reflektiert.

Zudem distanzierte sich Mägde in seiner Stellungnahme nicht von seiner Darstellung von Geflüchteten als "Sicherheitsproblem". Die Verwendung eines solchen rechtspopulistischen Arguments und Vorurteils ist nicht hinnehmbar. Die größte Gefahr für unsere Sicherheit und Demokratie geht nicht von Geflüchteten[3], sondern von rechtsextremen Straftätern aus. Die Radikalisierung und das damit einhergehende Gewaltpotential der rechtsautoritären Milieus steigt stetig an.[4]
Eine reflektierte Auseinandersetzung damit ist jetzt besonders wichtig, da die längst überfällige Entscheidung, geflüchtete Menschen über den Verteilungsschlüssel hinaus aufzunehmen, soeben vom Stadtrat getroffen wurde.

Wir werden weiter daran arbeiten, dass Lüneburg ein Sicherer Hafen für Menschen auf der Flucht werden kann. Gerade vor diesem Hintergrund erwarten wir von den Fraktionen und Gruppen im Stadtrat, diese Form rassistischer Äußerungen nicht unkommentiert zu lassen und sich explizit dagegen auszusprechen.


[1] Ein Ausschnitt des Redebetrags von Ulrich Mädge ist unter diesem Link zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=DhfXibPzJLE&feature=youtu.be&fbclid=IwAR0j6jjzAN245V3rLJIznjUUdXsQ8MKNXc5Eno4hXdQMjuPvdK3B5bqixnA
[2] vgl. Tupoka Ogette (2020) "Wir sind alle rassistisch sozialisiert": https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/antirassismus-expertin-wir-sind-alle-von-rassistischer-sozialisierung-betroffen
[3] Ein Faktencheck zum Vorurteil Geflüchtete seien kriminell: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/faktencheck/
[4] vgl. Zeit-Artikel vom 5. Februar 2021 - Die Pandemie als Verstärker, online: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-02/rechtsextreme-straftaten-anstieg-corona-krise-afd

 

Mahnwache

zum Gedenken der Toten und Vermissten der Migration

mahnwache

Am 06. Februar haben wir auf dem Marktplatz Kerzen angezündet, Blumen abgelegt und gemeinsame Schweigeminuten gehalten. Parallel mit Gruppen aus verschiedenen afrikanischen und europäischen Ländern haben wir den Menschen gedacht, die auf der Flucht ihr Leben verlieren mussten.

Am 6.Februar 2014 tötete die GuardiaCivil mehrere Menschen, die versuchten die spanische Enklave Ceuta schwimmend vom Strand Tarajal, Marokko zu erreichen. Der 6.Feb gilt seitdem dem Gedenken der Toten und Vermissten der Migration sowie dem Protest gegen das EU-Grenzregime!

 

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Ein kleiner Erfolg nachdem der Antrag auf einen sicheren Hafen heute nach 5 Aufschiebungen endlich im Stadtrat besprochen wurde:

Der Stadtrat Lüneburg geht einen Schritt in die richtige Richtung und stimmt einem Antrag zu, der die Kriterien eines Sicheren Hafens zumindest zum Teil reflektiert. So möchte die Stadt Lüneburg in Zukunft Geflüchtete über das Minimum des Königsteiner Verteilungsschlüssels hinaus aufnehmen. Dieser Schritt wurde nun schriftlich festgelegt und die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, Die LINKE und SPD sprachen sich durch ihre   Abstimmungen dafür aus. Auch befürworteten einzelne Vertreter*innen des Rates der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung ein Ende zu setzen und die Zusammenarbeit mit anderen Sicheren Häfen anzugehen. Schriftlich festgelegt wurden diese letzten beiden Punkte allerdings nicht. Doch immerhin ist ein ganz wichtiger Schritt in die Richtung gegangen worden. Wir werden in den nächsten Wochen im Austausch mit der Bundeseebrücke abwägen, ob Lüneburg mit dieser Änderung zum Sicheren Hafen werden kann. Ihr hört von uns!

 

 


Am 23.12. gab es im Camp im Nordwesten Bosniens einen großen Brand. Mit einem Schlag verloren über 1000 Menschen ihr letztes Dach über dem Kopf und sind somit schutzlos Schnee und Temperaturen von bis zu -11 Grad Celsius ausgeliefert. Das Lager war aber auch vorher schon nicht winterfest.

Wir nehmen dieses politisch gewollte Leid und diese unmenschliche Abschreckungspolitik nicht hin! Am 30.01.2021 bündeln wir unsere Kräfte und verschaffen unseren Forderungen Gehör! #WirhabenPlatz #AufnahmeStattAbschottung #LeaveNoOneBehind

Folgende Organisationen helfen vor Ort aus. Ihr könnt diese Organisationen finanziell oder anderweitig unterstützen:
Balkanbrücke Support:
https://balkanbrueckesupports.org/post_grid/aktuelle-projekte/
Donation: http://www.nonamekitchen.org/ayudanos/
Volunteer: http://www.nonamekitchen.org/contacto/
SOS Balkanroute: https://www.instagram.com/sos_balkanroute/

 

Wärme für alle! Kein weiterer Winter in den Lagern!


Wärme für Alle! Kein weiterer Winter in den Lagern!
Seit fast 5 Jahren herrschen katastrophale Zustände in den Lagern  an den EU-Außengrenzen. Die Brände in Moria und auf Samos,      Stürme, bei denen die Zelte der geflüchteten Menschen einfach weggeweht wurden, und Erdbeben im Herbst haben erneut dramatisch gezeigt: Die Lager bieten keinen Schutz und müssen dringend evakuiert werden.
Der Winter bringt Sturm, Regen und Kälte in die ohnehin gefährlichen Lager. Mehr denn je heißt es jetzt: Leave No One Behind! Wir bleiben laut, bis alle Lager evakuiert sind!
Deswegen rufen wir euch dazu auf, am 13.12. ab 15:30 am Stint mit uns ein Zeichen zu setzen. Lasst und gemeinsam laut und sichtbar gegen die katastrophalen Zustände in den Lagern werden!


WÄRME FÜR ALLE! KEIN WEITERER WINTER IN DEN LAGERN!

 

Petition: Lüneburg zum Sicheren Hafen. Jetzt!

https://weact.campact.de/petitions/luneburg-zum-sicheren-hafen-jetzt

Wir machen weiter!

  Wir fordern Lüneburg auf, sich wie bereits 203 andere Kommunen in       Deutschland  zum Sicheren Hafen zu erklären und somit Solidarität mit     Geflüchteten zu zeigen!

  Wir brauchen eure Unterschriften, um den Lüneburger Stadtrat dazu zu bewegen,   dem Antrag zum Sicheren Hafen zuzustimmen!

  Konkret fordert der Antrag die Stadt Lüneburg auf:
  • sich auf Bundesebene für eine menschenwürdige Migrationspolitik und für eine       Entkriminalisierung der Seenotrettung einzusetzen
  • sich bereit zu erklären Geflüchtete über den Verteilungsschlüssel hinaus           aufzunehmen
  • und sich für sichere und langfristige Bleibeperspektiven hier vor Ort einzusetzen

    Warum ist das wichtig?

  Auch während Corona gibt es immer noch Menschen an Europas Außengrenzen,      die vor Terror und Armut geflohen sind. Für die meisten Geflüchteten bedeutet       die aktuelle Pandemie eine noch größere Gefahr, da Hygienestandards und     medizinische Versorgung in den Unterkünften an den EU-Außengrenzen nicht gewährleistet werden können. Solidarität ist umso wichtiger in Zeiten einer globalen Pandemie und wir sagen: Solidarität kennt keine Grenzen!

Gemeinsam können wir Lüneburg zum Sicheren Hafen erklären und uns gegen die tödliche Abschottungspolitik der EU richten! Mit diesem Aufruf zeigen wir, dass unsere Stadt keine menschenverachtende Gleichgültigkeit toleriert!

Jede Unterschrift zählt! Lasst uns zusammen zeigen: Wir haben Platz!

Für weitere Informationen:

Was ist ein Sicherer Hafen?: https://seebruecke.org/sichere-haefen/ueberblick/

Flüchtlingsrat Niedersachen: https://www.nds-fluerat.org/

LeaveNoOneBehind Kampagne: https://leavenoonebehind2020.org/

 

 

Vielen Dank an all diejenigen, die am Dienstag, den 27.10.20, bei der Kundgebung und anschließend bei der Fahrrad-Demo zum Gut Wienebüttel dabei waren!❤

Leider wurde der Antrag Lüneburg zum Sicheren Hafen zu erklären wieder verschoben, da das Thema Heizpilze vorgezogen wurde.. Aber wir bleiben hartnäckig!!!


Wir möchten gerne noch einen Redebeitrag von diesem Tag mit Euch teilen:

Es geht um Grenzen, um Ränder und um Übergänge. An Europas Außengrenzen warten und harren und verzweifeln Menschen, die auf eine gerechtere Zukunft hoffen, EINEN SICHEREN HAFEN.
Aber was hindert sie daran? Gesetze! Und wer macht diese Gesetze? Menschen wie wir, wir können Gesetze als gesetzt sehen, ODER sie den weltlichen und menschlichen Bedürfnissen anpassen. Das darf heute ein Übergang sein, damit auch Lüneburg für diese Menschen ein Sicherer Hafen sein kann, und wir den GesetzgeberInnen somit zeigen, dass es allerhöchste Zeit ist. Es ist eine Grenze erreicht, die nicht mehr, schon lange nicht mehr ertragen werden kann. Es ist Zeit etwas zu verändern. An den Rändern!
Ein Beispiel: Menschen, die auf ihr Äußeres achtend und täglich weiße Hemden tragen um sauber darzustehen, müssen nicht nur die Hemden waschen, sondern auch den Inhalt. Sonst werden die Ränder unsauber. Es geht nicht nur um den Schein, sondern um das Menschlichsein.
Helft uns mehr Sichere Häfen entstehen zu lassen. Dies ist die Kraft, die in uns ist, das Schöpferisch-Verändernde, das Menschliche.
Wir können nicht das Mittelmeer teilen, um Sichere Fluchtrouten zu ermöglichen. Lasst die Seenotrettung Ihre Arbeit wieder aufnehmen. Es muss sich was ändern. An den Rändern! Im politischen Denken und Handeln. Vom Individuellen zum Globalen Wohle wandeln. Packen wir es an, weckt die, die noch schlafen,


Lüneburg zum Sicheren Hafen!

#schafftsicherehäfen #LeaveNoOneBehind

 

Balkanbrücke Banner

 

 

Kundgebung am 27.10.20

+++ KUNDGEBUNG LÜNEBURG ZUM SICHEREN HAFEN 27.10. ++++

Bereits 200 Städte und Kommunen haben sich zum sicheren Hafen erklärt. Lüneburg gehört noch immer nicht dazu. Das kann so nicht bleiben!

Der Antrag Lüneburg zum sicheren Hafen zu erklären soll bei der nächsten Stadtratsitzung diskutiert werden, nachdem er das letzte mal vertagt wurde.

Am Tag der Sitzung wollen wir von der Seebrücke Lüneburg deshalb mit euch erneut ein Zeichen für ein solidarisches Lüneburg setzen und somit den Politiker*innen Druck machen, dem Antrag zuzustimmen.

Kommt dafür zur KUNDGEBUNG am Dienstag, den 27. Oktober um 15:30 Uhr auf den Marktplatz!
Anschließend können wir gemeinsam mit dem Fahrrad zum Gut Wienebüttel fahren, wo die Stadtratsitzung ab 17 Uhr stattfinden wird.

Um sicherer Hafen zu sein fordern wir von der Stadt Lüneburg:
• sich auf Bundesebene für eine menschenwürdige Migrationspolitik und eine Entkriminalisierung der Seenotrettung einzusetzen
• sich bereit zu erklären Geflüchtete über den Verteilungsschlüssel hinaus aufzunehmen
• und sich für sichere und langfristige Bleibeperpektiven hier vor Ort einzusetzen

Wenn ihr an der Stadtratsitzung als Zuschauer*in teilnehmen wollt, meldet euch vorher per Mail an bei: Ratsbuero@stadt.lueneburg.de

 

Gedenken der Toten

Gedenken an die Verstorbenen auf dem Mittelmeer -
Am 11.10.2013 gerieten 268 Menschen vor der Insel Lampedusa in Seenot und ertranken, weil die Rettungsstellen ihre Notrufe zu lange ignorierten. Aus diesem Anlass wollen wir 7 Jahre nach dem Unglück allen Verstorbenen im Mittelmeer gedenken.

 

 

100 qm Riesenbanner


Video von der Demo in Lüneburg am 06.07.2019nbanner wurde am 20.06.2019 in Lüneburg von Kletteraktivisten*innen am Weltflüchtlingstag vom Wasserturm entrollt.

Die Aktion ist Teil der Aktionswoche #Yachtfleet der Seenotrettungsorganisation  Mission Lifeline. Wir senden allen Seenotretter*innen ein Zeichen der Unterstützung und Solidarität von unserem Lüneburger Wasserturm! Lüneburg muss sich endlich dem Städtebund der  "sicheren Häfen" anschließen.

 

 

 

?Wir alle sind die SEEBRÜCKE und zusammen sind wir stark!?

Deswegen fordern wir gemeinsam mit Menschen aus der Politik, der Zivilgesellschaft und den Kirchen im Palermo Appell:

  • Sichere Fluchtwege
  • Ein gerechtes Verteilungsprogramm für Geflüchtete
  • Kommunale Aufnahme
  • Staatliche Seenotrettung
  • Solidariät mit der zivilen Seenotrettung

 

LÜNEBURG ZUM SICHEREN HAFEN ERKLÄREN

Wenn die Regierungen in Europa versagen, dann liegt es an den Städten zu handeln!

60 Städte sind schon mit gutem Beispiel vorangegangen.

Arnsberg, Bad Lippspringe, Berlin, Bielefeld, Blomberg, Bonn, Brilon, Braunschweig, Bremen, Cloppenburg, Cuxhaven, Detmold, Düsseldorf, Erlangen, Flensburg, Freiburg, Greifswald, Halle (Saale), Hamburg, Hannover, Region Hannover, Heidelberg, Hildesheim, Hildesheim Landkreis, Jena, Kassel, Karlsruhe, Kempen, Kiel, Köln, Konstanz, Krefeld, Leipzig, Lübeck, Mainz, Marburg, Meschede, Neubrandenburg, Nordhorn, Oldenburg, Olsberg, Osnabrück, Potsdam, Regensburg, Rostock, Rottenburg, Schleswig-Flensburg, Solingen, Sylt, Thedinghausen, Tübingen, Trier, Viersen, Wiesbaden, Wetter (Ruhr)

Wir in Lüneburg heißen Menschen in Not willkommen! Wir fordern von der Stadt die Tore für Schutzsuchende weit zu öffnen und
Lüneburg öffentlich zum Sicheren Hafen für Gerettete aus dem Mittelmeer zu erklären.

Kommentar Radio Zusa Lüneburg zum sicheren Hafen erklären

Es wird Zeit, dass die Parteien und Regierungen unser NEIN zum Sterben im Mittelmeer und unser klares Nein zum Rassismus stärker spüren als den Druck der Stammtische.

Wir fordern den Lüneburger Stadtrat auf, sich endlich den Städtebund der "sicheren Häfen" anzuschließen und nicht länger Teil der europäischen Menschenrechtsverletzungen zu sein.

 Auf dieser Karte finden sich alle Städte, die sich bereits als "Sicheren Hafen" bezeichnet oder darüber diskutiert haben: 

Karte ansehen

 

JETZT AUF DEM MITTELMEER / ein interaktives Tool von SOS-Mediterranee

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